A Theory of Conciousnss Essay

7066 WordsMay 19, 201529 Pages
Mit Worten berühren Prof.Dr.phil. Verena Kast Plenarvortrag, 18. April 2006, im Rahmen der 56. Lindauer Psychotherapiewochen 2006 (www.Lptw.de) Berühren „Wir beginnen nun auch den ‚Zauber’ des Wortes zu verstehen. Worte sind ja die wichtigsten Vermittler für den Einfluss, den ein Mensch auf den anderen ausüben will; Worte sind gute Mittel, um seelische Veränderungen bei dem hervorzurufen, an den sie gerichtet werden, und darum klingt es nicht länger rätselhaft, wenn behauptet wird, dass der Zauber der Wortes Krankheitserscheinungen beseitigen kann, zumal solche, die selbst in seelischen Zuständen begründet sind.“ 1 (Freud, 1890) In den Primatengruppen dagegen wurde der soziale Zusammenhang noch durch Fellpflege hergestellt, durch Lausen; einem Verhalten im Dienste der Bindung und der Kooperation. Die Zeit, die dafür aufgewendet wurde, wurde mehr, je grösser die Gruppe wurde, das Lausen als Methode, um die Gruppenkohäsion aufrecht zu erhalten, war nicht mehr ausführbar. Lausen, so die Ansicht von Dunbar, einem Evolutionspsychologen, wurde allmählich durch Gesten, durch nicht verbale Kommunikation und letztlich durch Wörter ergänzt. Seine Hypothese: Das Gehirn, die Sprache und die Grösse der Gruppe entwickelten sich miteinander. Nicht mehr nur das Berühren – sondern auch das Sprechen sollten die Bindung, die Kommunikation und die Kooperation ermöglichen.2 Heute wird Sprechen möglicherweise zu oft für die Information und zu wenig für das Berühren eingesetzt. Berühren – ein Wort für einen körperlichen Kontakt, oft mit der Hand verbunden, der Wärme, Zärtlichkeit, Schutz, Nähe, Verbindung, Intimität, ausdrücken kann. Liebevoller Hautkontakt beruhigt, tröstet, hilft, Anspannung und Stress abzubauen, vermittelt Geborgenheit. Berühren kann uns stimulieren: ein Prickeln zwischen den Menschen hervorrufen. Das Berühren trifft uns im Gefühl.

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